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272 SEITEN | HARDCOVER
CHF 38.00 | EUR 28.80 |
ISBN 978-3-907625-56-9


Am Schreibtisch großer Dichter und Denkerinnen
Eine Geschichte literarischer Arbeitsorte
»Das Dasein des Schriftstellers ist wirklich vom Schreibtisch abhängig, er darf sich eigentlich, wenn er dem Irrsinn entgehen will, niemals vom Schreibtisch entfernen, mit den Zähnen muß er sich festhalten.« Brief von Franz Kafka an Max Brod, 5. Juli 1922
Hinterm Stubenofen, im Freien, gar im Café oder Eisenbahnabteil – auf Spurensuche nach den Entstehungsorten der Weltliteratur.
Gelehrte Stubenhocker träumen sich in die weite Welt hinaus. Rasende Reisende in Sachen Literatur wünschen sich dagegen zurück in die still verstaubten Winkel. Zwischen diesen beiden Schreibtisch-Sehnsüchten lesen und schreiben, leben und lieben Poetinnen wie Philosophen. Mal ist das Kämmerlein erfüllt von Dantes Liebestränen, mal ist es tüchtig verqualmt wie bei Immanuel Kant oder Friedrich Schiller. Virginia Woolf fordert das Zimmer für sich allein, die Märchen-Brüder Grimm nur eines zu zweit. Für Friederike Mayröcker ist Chaos unabdingbar. Und wer wie Truman Capote zur seltsamen Gattung der »horizontalen Autoren« gehört, braucht einfach nur ein Bett.
Orte des Schreibens erzählen seit der Antike von Höhen und Tiefen: von göttlichen Eingebungen auf mythischen Bergen, von kratzenden Federn in klösterlicher Stille, von Luxus-Salons oder armseligen Dachkammern. Die Räume laden ein zur Phantasie, zur musealen Andacht oder zur neuen virtuellen Verwirrung im Computer-Zeitalter.
Begleiten Sie Severin Perrig auf eine aufregende Entdeckungsreise durch die Schreibstätten berühmter Dichter und Denkerinnen.
Pressestimmen
»... aufgeräumt, unprätentiös und materialfreudig kommt diese ›Geschichte literarischer Arbeitsorte‹ daher ... Wenn es so etwas wie einen umgestürzten Zettelkasten gibt, hier ist er zu besichtigen, und da er in jahrelanger Handarbeit erstellt und nicht im Handstreich ergoogelt wurde, befriedigt er die Neugier und spendet gute Laune ... Gern folgt man ihm auf seinen aufmerksamen und kenntnisreichen Besichtigungstouren.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
»Bis hinein in Kerker führt die mit Zitaten so reiche kleine Philosophie über das Schreiben.« DONAUKURIER
»Perrig schreibt äusserst süffig und unterhaltend. Er geht dabei nicht stur linear vor, weshalb sich das Buch gut quer-, vor- oder von hinten her lesen lässt.« BERNER ZEITUNG
»... vergnüglich zu lesen.« SCHAFFHAUSER NACHRICHTEN
»... ein gewinnbringender Schmöcker, den man immer wieder neu zur Hand nehmen möchte. Und nebenbei ein gutes Mitbringsel ...« IRENE WIDMER, SDA
»Severin Perrig ... hat ein grosses Mass an Wissen zusammentragen, schichtet das glücklicherweise aber nicht auf wie einen Berg, sondern er erzählt. Das mit einer Souveränität, die nur an wenigen Stellen den Fleiss oder die Mühsal erkennen lässt, alles unter Dach und Fach zu bringen.« AARGAUER ZEITUNG
»Der furiose Ritt durch die Zeiten führt von Moses (Berg Sinai) bis ins iPad-Heute. Perrig leitet uns auf elegante Art durch die Jahrtausende, zitatenreich und nicht unarm an Anekdotischem (worin sich ja meist das nicht Unaufschlussreichste manifestiert).« KULTURMAGAZIN 041, Luzern
»Würze verleihen dem Ganzen die vielen individuellen Beispiele: Während die deutsche Autorin Brigitte Kronauer im Arbeitszimmer ›lieber ein bisschen friert‹, braucht Gabriel García Márquez überall ›die gleichbleibenden 30 Grad Celsius Mittelamerikas‹ für seine Arbeit.« BASLER ZEITUNG
»... einen unterhaltsamen Band über literarische Arbeitsorte ...« ROLF HÜRZELER, KULTURTIPP
»Wie selbstverständlich nimmt er [der Autor] Leserinnen und Leser mit seiner eleganten, geschliffenen Sprache – so akkurat und konzis wie zu grossen Teilen auch literarisch, poetisch gar – bei der Hand. Führt in ein Reich von Persönlichkeiten, Landschaften, Orten, Räumen, Gegenständen, die mit Denken und Schreiben zu tun haben.« SENIORWEB.CH > zur Rezension
Leserstimmen
»Ein hervorragendes, kluges und hochspannendes Buch mit neuen Einblicken; schön erzählt, kein bisschen trocken; vielfältig, informativ – es füllt eine Lücke« M. F., ZÜRICH

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