PLESSNER
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644 SEITEN | HARDCOVER | CHF 48.00 | EUR 31.10
ISBN 978-3-907625-11-8 | 2003


Christoph Dejung
Plessner
Ein deutscher Philosoph zwischen Kaiserreich und Bonner Republik
Präsidiale Wiederentdeckung eines Denkers
Die Überraschung ist gelungen: Der neue Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Joachim Gauck, der den Bürgern mit seinem Plädoyer für Freiheit und Verantwortung aus dem Herzen spricht, bringt den in Vergessenheit geratenen deutschen Philosophen Helmuth Plessner zurück ins Bewusstsein derjenigen, die Verantwortung nicht scheuen.
Der neue Bundespräsident Joachim Gauck nennt Helmuth Plessner (1892–1985) einen »Philosophen der Freiheit«, was diesem vielseitigen Philosophen sehr entsprochen hätte. Allem Radikalismus abgeneigt, dachte Plessner radikal und fasste die Probleme an der Wurzel; er beschäftigte sich mit Politik, Liebe und Leidenschaft so kritisch wie mit Unsterblichkeitswahn und »Unmenschlichkeit«.
Von der Geborgenheit in der Belle époque vor 1914 über den Karrierekampf während der Weimarer Republik (ohne Chance als Halbjude) ins holländische Exil gezwungen, wurde der beherzte Denker von Widerstands-Studenten versteckt und kam in der Bonner Republik zu einer eigentlichen Traumkarriere.
Stets dem liberalen Denken und dem Verantwortlichkeitsbewusstsein verpflichtet, entwickelte er eine Philosophie von überwältigender Souveränität: Maßlosen Hoffnungen begegnete Plessner mit Skepsis, unrealistischen Rezepten mit kühler Analyse, simplem Populismus mit Verachtung.
In seiner engagierten Biographie »Helmuth Plessner – ein deutscher Philosoph zwischen Kaiserreich und Bonner Republik« gelingt Christoph Dejung ein fesselndes Porträt dieses Philosophen der Demokratie.
Pressestimmen
»Ein Standardwerk.« Stern Biografie
»Wer sich mit Plessner auseinandersetzen will, sollte zu Dejungs Biographie greifen.« TAGES-ANZEIGER, ZÜRICH
»Immer wieder gelingen Dejung auf den Spuren seines zur brillianten Pointe neigenden Autors prägnante Formulierungen. Bravourös das Kapitel über die holländische Emigration und das Porträt, das Dejung auf diesem Hintergrund auch vom Lehrer Plessner, dem ›Mann des runden Tisches‹ zeichnet.« Ludger Lütkehaus, Neue Zürcher Zeitung
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